Erasmus ist der erste Derby-Favorit für 2018

Erasmus ist der erste Derby-Favorit für 2018

Erasmus siegt unter Adrie de Vries im Preis des Winterfavoriten, Gr.3 (Foto: Marc Rühl)

Der vorläufige Favorit für den Sieg im Deutschen Galopp-Derby 2018 heißt seit dem Sonntag Erasmus: In einem grandiosen Rennjahr für das Gestüt Röttgen triumphierte die Zuchtstätte vor den Toren Kölns (nach den Super-Siegen im Derby und im Preis von Europa) auch im bedeutendsten Rennen für zweijährige Galopper mit dem offenbar hochveranlagten Realiable Man-Sohn in der Domstadt: Im Preis des Winterfavoriten (Gruppe III, 155.000 Euro, 1.600 m) dominierte vor 15.000 Zuschauern der von Adrie de Vries gerittene 29:10-Co-Favorit in grandioser Manier vom Start bis ins Ziel gegen seine acht Konkurrenten und bescherte Championtrainer Markus Klug den ersten Sieg in dieser Top-Prüfung.

Es war beeindruckend, in welcher Manier sich Erasmus diese prestigeträchtige Prüfung sicherte. Sein Reiter beorderte den zuletzt schon in Köln erfolgreichen jungen Hoffnungsträger sofort nach vorne, wurde aber stets von dem favorisierten Wild Max (E. Pedroza) verfolgt. Zu Beginn der Zielgeraden schien sich ein spannendes Duell zwischen diesen beidem am stärksten gewetteten Zweijährigen zu entwickeln, doch innerhalb weniger Galoppsprünge verabschiedete sich Erasmus auf sagenhafte acht Längen Vorsprung von seinen Gegnern. Damit avancierte er zu einem der imponierendsten Winterfavoriten der vergangenen Jahre und natürlich zum eindeutigen aktuellen Derby-Favoriten im kommenden Jahr. 85.000 Euro Siegprämie gingen an das Gestüt Röttgen, das damit den Erfolg von Windstoß in 2017 schon zwölf Monate später wiederholen könnte.

Jockey Adrie de Vries in einem ersten Statement: „Ich habe immer an Erasmus geglaubt. Er war zunächst kein ausgesprochener Zweijähriger, da er sehr groß ist. Aber der Hengst löst alles mit seiner Klasse. Der weiche Boden hat heute gar nicht so gepasst, denn er machte unterwegs ein paar Fehler. Wenn er reifer wird, dann ist Erasmus einer der besten Zweijährigen, die ich je geritten habe. Die Derby-Distanz von 2.400 Metern hat er immer im Tank. Er marschiert im Rennen stets weiter, ist ein Riesengaloppierer und völlig unkompliziert, noch dazu verfügt er über viel Phlegma. Er muss gar nicht unbedingt von der Spitze aus gehen, sondern man kann ihn von überall reiten.“

Trainer Markus Klug erklärte: „Der Boden war zum Glück nicht so weich wie in der vergangenen Woche und passte noch. Erasmus ist ein richtig gutes Pferd, und vom Charakter gibt es keinerlei Probleme. Er ist immer ruhig und ausgeglichen. Ich habe ihn noch nie aufgeregt erlebt. Große Klasse besitzt er, die er auf der Rennbahn umsetzt. Alles zusammen macht solch einen Sieger aus. Ich denke, dass er auf jeden Fall Stehvermögen besitzt. So wie er gezogen ist und galoppiert, habe ich keine Zweifel.“

Mit tollem Endspurt schob sich der große Außenseiter Salve Del Rio noch auf den zweiten Platz vor Wild Max, der ab Mitte der Geraden nicht weiterkam. „Der Boden war zu lose für ihn. Er hat einige Fehler gemacht“, kommentierte Trainer Andreas Wöhler. Pathfinder verkaufte sich als Vierter sehr teuer, während die anderen Kandidaten keine ernsthafte Möglichkeit hatten.

(Quelle: Pressemitteilung German Racing)