64. Preis von Europa in Köln - Goliath siegt und Derbysieger Hochkönig Dritter
Der sechs Jahre alte Adlerflug-Nachkomme Goliath hat seine Favoritenrolle im mit 155.000 Euro dotierten Mehl-Mülhens-Stiftung - 64. Preis von Europa eindrucksvoll bestätigt: Mit einem überlegenen Sieg im 2.400 Meter langen Gruppe I-Rennen in Köln unter Christophe Soumillon knüpfte der Wallach an die von ihm bekannten guten Formen an. Hinter dem zweitplatzierten, in Irland gezogenen Dubai Honour, angereist aus England mit Trainer William J. Haggas, beeindruckte der Derbysieger 2025, Hochkönig unter Leon Wolff auf dem dritten Rang.
Für Goliath Trainer Francis-Henri Graffard war der souveräne Auftritt Erleichterung und wenig Überraschung zugleich. Goliath sei ein Pferd, das zu Beginn eines Rennens “in Ruhe gelassen” werden will. Gespitzte Ohren und der Drang nach vorn vom Fleck weg verschafften Graffard genau den gewünschten Eindruck - Goliath habe Spaß am Rennen. Zuletzt in Ascot im King George VI und Queen Elizabeth Stakes war Goliath lediglich Fünfter, nachdem er 2024 das Rennen bereits gewinnen konnte.
Der von Yasmin Almenräder trainierte Derbysieger Hochkönig ließ seine Hoppegarten-Form (Platz 9) vergessen und lief unter Leon Wolff ein großartiges Rennen. Der Polish Vulkano-Sohn stammt genauso wie der Sieger Goliath aus deutscher Zucht. Goliaths Züchter ist das Gestüt Schlenderhan, Besitzer Resolute Bloodstock und Baron Philip von Ullmann (Schlenderhan). Hochkönig gehört dem Stall Cloverleaf in Mülheim und entspringt der Zucht des Stalls MarcRuehl.com. Ziemlich überraschend: der letzte Platz für den dreijährigen Seguro, der unterhalb seiner gewohnten Möglichkeiten blieb.

