Sieben Renntage - Jubiläum - Optimismus beim HRC

HRC-Vize und Hauptsponsor Albert Darboven (re.) erwarb die von pflanzmich.de erstellte Pferd-und-Jockey-Skulptur aus Liguster. Mit ihm freuten sich v.l. HRC-Vorsitzender Eugen-Andreas Wahler, Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Ehefrau Ev

HRC-Vize und Hauptsponsor Albert Darboven (re.) erwarb die von pflanzmich.de erstellte Pferd-und-Jockey-Skulptur aus Liguster. Mit ihm freuten sich v.l. HRC-Vorsitzender Eugen-Andreas Wahler, Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Ehefrau Eva Maria Tschentscher. (Foto: Hausser)

Das IDEE Derby-Meeting 2019 ist Geschichte, der Blick zurück stimmt vorsichtig optimistisch. Einerseits sind es die Zahlen, andererseits die Stimmen und Eindrücke von der Bahn in Hamburg-Horn, die Eugen-Andreas Wahler - den Vorsitzendes des Hamburger Renn-Clubs - bewegen. “Ich bin mit einem sehr guten Eindruck hinsichtlich der Stimmung nach Hause gefahren”, fasst der HRC-Vorsitzende zusammen, “das entspricht auch den Beobachtungen, die mein Umfeld gemacht hat. Die Besucher waren mit Interesse und Freude an den Pferden dabei.”

Freude am IDEE Derby-Meeting

Derbysieger Laccario und Jockey Eduardo Pedroza wurden vom Publikum begeistert gefeiert. Sicht- und hörbar gönnten die Zuschauer den Sieg dem Mann, der vier Mal in Folge Championjoockey war, aber am vergangenen Sonntag erstmals das Deutsche Derby gewinnen konnte - und dann auch noch die Jubiläumsauflage. Das Interesse beschränkte sich keineswegs auf den bedeutenden Klassiker des deutschen Turf-Kalenders, sondern erstreckte sich auf das Gesamtprogramm. Auch das 12. und letzte Rennen am Sonntag, 7. Juli, erbrachte noch rund 62.000 Euro Umsatz.

Umsatz gesteigert

Mit einem Gesamtumsatz von knapp 2,7 Millionen Euro an sieben Renntagen verzeichnete der Hamburger Renn-Club gegenüber dem Vorjahr 2018 ein Plus von über 270.000 Euro. HRC-Schatzmeisterin Ilona Vollmers registrierte auch, dass das erste Meetingwochenende mit hohen Temperaturen mehr Außen- als Bahnwetten mit sich brachte. “Das hat uns gewiss Besucher auf dem Gelände gekostet”, ist sich die Finanzexpertin des Hamburger Renn-Clubs sicher. Eine detaillierte Analyse ist zum aktuellen Zeitpunkt noch in Arbeit. In einem Punkt unterscheidet sich Hamburgs Meeting jedoch nicht von anderen Bahnen: Die Senkung des Abzugs für Sieg- und Platzwetten um 7 %, die seit Januar 2019 gilt und attraktivere Quoten ermöglicht, zeigte auch in Hamburg positive Auswirkungen.

Rund 51.000 Besucher kamen an sieben Renntagen auf die traditionsreiche Rennbahn nach Hamburg-Horn, davon allein 24.000 am Derbytag. Das NDR-Fernsehen würdigte das IDEE 150. Deutsche Derby mit einer Reportage im Sportclub, der Pay-TV-Sender Sky zeigte das Deutsche Derby live, die ARD fasste in der Sportschau und am Folgetag im Morgenmagazin das Ereignis des Sonntags kompakt zusammen und das Landesfunkhaus Hamburg des NDR nahm Zuhörer und Zuschauer vom ersten bis zum letzten Meeting-Tag bildlich und hörbar mit. Hinzu kamen Beiträge in weiteren Regionalsendern, bei www.sportdeutschland.tv, sowie die Berichterstattung online und im Bereich der großen Zeitungshäuser von Hamburg bis München.

pflanzmich.de spendet für caritativen Zweck

Mitten im Führring prangte zum IDEE Derby-Meeting unübersehbar die aus Liguster geformte Skulptur eines Pferdes mit Jockey - hergestellt von der Firma pflanzmich.de. Der ebenso grüne wie sportlich schöne Gruß wurde beim Derby-Meeting vom Hauptsponsor Albert Darboven für 5.000 Euro ersteigert. Diesen Erlös wird pflanzmich.de keineswegs behalten, sondern lässt den Betrag umgehend einem caritativen Zweck zukommen. pflanzmich.de hat das Meeting mit Pflanzen ausgestattet und auch den riesigen Blumenstrauß für den Derbysieger gestiftet.

Blick auf 2020 gerichtet

Unter der Maßgabe „nach dem Derby-Meeting ist vor dem Derby-Meeting“ richtet sich der Blick des Hamburger Renn-Clubs in Kürze wieder ganz auf das Jahr 2020. Dazu zählt auch, die Sicherheit für die Pferde immer weiter zu verbessern. Zwei Pferde waren verunglückt, was Eugen-Andreas Wahler mit dem Satz: “Jedes verunglückte Pferd ist eines zu viel.” kommentierte. Vollständig verhindern lassen sich Unfälle weder auf einer Rennbahn, noch auf einer Koppel. Einen wichtigen Schritt hatte der Hamburger Renn-Club bereits vor dem Derby-Meeting 2019 mit der neuen, wesentlich pferdefreundlicheren Startmaschine getätigt, die unisono gute Kritiken von Jockeys und Trainern bekam.