Kronprinz ist der „König“ von Krefeld - Überraschender Sieger im Dr. Busch-Memorial

Kronprinz siegt unter Filip Minarik im Rennen um den Preis der SWK STADWERKE KREFELD - Dr. Busch-Memorial, Gr.3 Foto: Marc Rühl

Kronprinz siegt unter Filip Minarik im Rennen um den Preis der SWK STADWERKE KREFELD - Dr. Busch-Memorial, Gr.3 Foto: Marc Rühl

Der von Peter Schiergen in Köln für Abdulmagid Alyousfi trainierte 94:10-Außenseiter Kronprinz war am Sonntag der „König“ auf der Galopprennbahn Krefeld: Hier sorgte der dreijährige Lord of England-Sohn, ein 16.000 Euro-Schnäppchen von der BBAG-Auktion aus der Zucht des Gestüts Etzean, mit Championjockey Filip Minarik im Rennen um den Preis der SWK Stadtwerke Krefeld – Dr. Busch-Memorial (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m) für eine große Überraschung.

Trotz etlicher ansprechender Leistungen in diversen Auktionsrennen, u.a. war er in Düsseldorf in solch einer Prüfung erfolgreich, hatten nur wenige Wetter mit dem nun beim vierten Start zum zweiten Mal siegreichen Hengst im siebenköpfigen Feld dieses Top-Rennens gerechnet, das als wichtige Vorprüfung für das klassische Mehl-Mülhens-Rennen und das Deutsche Derby gilt. Für beide Events besitzt Kronprinz keine Nennung, könnte allenfalls nachgenannt werden.

Filip Minarik hatte mit dem späteren Sieger sofort eine günstige Position an dritter Stelle hinter Zargun und dem Co-Favoriten Weltstar, einem Halbbruder des letztjährigen Derby-Siegers Windstoß. Auf der Zielgeraden war die Partie lange offen zwischen Weltstar (Trainer Markus Klug: „Ich bin mit der Vorstellung sehr zufrieden.“) und Kronprinz, der schließlich über den größeren Speed verfügte und sicher nach vorne kam.

„Der Besitzer von Kronprinz kommt aus Libyen und hatte bei uns vorher schon die Stute Adria in Training. Wo der Hengst nun weitermacht, ist noch offen“, hieß es aus dem Umfeld des Siegers. 

Weltstar lief auch als Zweiter ein ausgezeichnetes Rennen. Deutlicher zurück erkämpfte sich All for Arthur, der früh unter Druck schien, noch den dritten Platz (und steuert nun direkt die 2.000 Guineas an) gegen Ninario, der seinen Angriff nicht ganz durchstand. Hinter dem nachlassenden Piloten Zargun enttäuschte der Favorit Wild Max als Sechster und Vorletzter (nur vor dem chancenlosen Melodino). Nie kam die 24:10-Chance von hinten weg. (Pressemitteilung German Racing)