Fakten & Zahlen rund ums Derby

Fakten & Zahlen rund ums Derby

Jedes Derby hat seine eigene Geschichte ... beim IDEE 147. Deutschen Derby war der Trainer Andreas Wöhler, hier mit Ehefrau Susanne, zugleich Züchter des Siegers Isfahan (Dario Vargiu) - ein Novum in der Derbyhistorie. Das fehlende Tüpfelchen auf dem "i": Weil der Hengst auf der BBAG-Jährlingsauktion verkauft worden war, lief er nicht in den eigenen sondern in den Farben von Darius Racing. Copyright: galoppfoto.de  

1939 mit Wehr Dich - Gerhard Streit, der Jockey mit den meisten Derbysiegern. Copyright: Archiv HRC

Erfolgreichste Jockeys

Gerhard Streit mit acht Siegen Orgelton, 1939 Wehr Dich, 1940  Schwarzgold, 1941  Magnat, 1943  Allgäu,1946  Solo, 1952  Mangon und 1961  Baalim.

Derbysieg Nummer 7 für den "Hamburger Jung" Andrasch Starke im IDEE 146. Deutschen Derby mit Stall Nizzas Nutan. Copyright: galoppfoto.de

An zweiter Stelle liegen Otto Schmidt (7 Siege) seit 2015 gleichauf mit dem noch aktiven Jockey Andrasch Starke, der diesen sieben Dreijährigen zum "Blauen Band" verhalf: 1998  Robertico, 2000  Samum, 2002  Next Desert, 2006 Schiaparelli, 2008  Kamsin, 2013 Lucky Speed, 2015 Nutan. Auf dem 4. Platz folgt Tom Busby, der bis 1896 fünfmal das Deutsche Derby gewann, dazu dreimal das Derby in Wien und zweimal in Kopenhagen.

Da war der Name Programm: Trainer George Arnull mit Jockey Gerhard Streit vor dem Wehr Dich-Derby. Copyright: Archiv HRC

Erfolgreichste Trainer

Der erfolgreichste Trainer im Deutschen Derby war mit 9 Siegen (1927 Mah Jong, 1930 Alba, 1935 Sturmvogel, 1938 Orgelton, 1939 Wehr Dich, 1940 Schwarzgold, 1941 Magnat, 1943  Allgäu und 1949 Asterblüte)   George Arnull, geboren 1880 in Newmarket, gestorben 1960 in Köln. Arnull war ein Neffe der beiden Hamburger Vereinstrainer William King Arnull und Ernest Nevill Arnull, deren Großvater Bill Arnull dreimal als Jockey das englische Derby gewann. George Arnull errang alle Derbysiege als Privat-Trainer in Diensten des  Gestüts Schlenderhan.

Trainer Peter Schiergen mit Lucky Speed, Jockey Andrasch Starke und Ingeborg von Schubert in Vertretung für den Stall Hornoldendorf nach dem Sieg im  Sparda 144. Deutschen Derby. Copyright: galoppfoto.de

Die erfolgreichsten noch aktiven Trainer, die einen Derby-Sieger sattelten konnten, sind Peter Schiergen (fünf Siege): 2015 mit Nutan, 2013 mit Lucky Speed, 2005 mit Kamsin, 2003 mit Schiaparelli, 2001 mit Boreal.

Gleichauf folgt Andreas Schütz, der danach lange Zeit in Hong Kong und jetzt in Chantilly trainiert. Die Liste seiner Sieger: 2004 mit Shirocco, 2002 mit Dai Jin, 2002 mit Next Desert, 1997 mit Samum, 1998 mit Robertico

Andreas Wöhler hat vier Siege: 2016 mit Isfahan, 2011 mit Waldpark, 1996 mit Belenus, 1989 mit Pik König. 

Kilometer mit Hein Bollow und Besitzer Adolf Schindling nach dem Sieg im 87. Deutschen Derby. Copyright: galoppfoto.de/Archiv Hilde Hoppe

Erfolgreich als Trainer und Jockey

In der langen Derbygeschichte ist es lediglich drei Aktiven gelungen, das Deutsche Derby sowohl als Reiter und als Trainer zu gewinnen gewonnen. Allen voran Hein Bollow, der als Reiter 1953 mit Allasch, 1954 mit Kaliber, 1956 mit Kilometer und 1962 mit Herero viermal erfolgreich war, gewann 1974 mit Marduk das Derby noch einmal als Trainer. Harro Remmert siegte 1973 im Derby auf Athenagoras als Reiter und 1995 mit All My Dreams als Trainer. Zu einem besonderen Kuriosum kam es 1937, als Ernst Florian Grabsch mit Abendfrieden als Trainer-Jockey für das Gestüt Graditz erfolgreich war..

Das Jahrtausend-Derby mit dem Sieger Samum, Jockey Andrasch Starke und Trainer Andreas Schütz, der mit Subiaco und Acamani auch den Zweiten und Dritten des Derbys stellte. Copyright: galoppfoto.de

1 - 2 - 3 im Derby

Gleich drei Pferde auf den vorderen Plätzen vom Derby-Geläuf zu holen, das gelang bisher nur drei Trainern.
Andreas Schütz ist nicht nur der jüngste Trainer, dem dieses Kunststück gelang, er schaffte als Einziger auch den "Doppel-Dreier"

1967 ;Sven von Mitzlaff mit Luciano, Norfolk und Presto

1985 Heinz Jentzsch mit Acatenango, Pontiac und Lirung

2000 Andreas Schütz mit Samum, Subiaco und Acamani

2002 Andreas Schütz mit Next Desert, Salve Regina und & Tomori

Nach dem Wiener Walzer-Sieg 2009, dem letzten von 18 Derbysiegen für das Gestüt Schlenderhan: Georg Baron von Ullmann (Mitte), Jockey Fredrik Johansson und Trainer Jens Hirschberger  nach dem Sieg im IDEE 140. Deutschen Derby. Copyright: galoppfoto.de

Erfolgreichste Besitzer

Gestüt Schlenderhan mit 18 Siegen: 1908 Sieger, 1914 Ariel, 1918 Marmor, 1927 Mah Jong, 1930 Alba, 1935 Sturmvogel, 1938 Orgelton, 1939 Wehr Dich, 1940 Schwarzgold, 1941 Magnat, 1943 Allgäu, 1949 Asterblüte, 1953 Allasch, 1969 Don Giovanni, 1970 Alpenkönig, 1976 Stuyvesant, 2007 Adlerflug und 2009 Wiener Walzer. An zweiter Stelle folgt mit 12 Erfolgen bis 1944 das staatliche Hauptgestüt Graditz.

Pionierin:  Monika Blasczyk war die erste Frau in einem Derbysattel. Copyright: Archiv HRC 

Frauen im Derby

1979 war Monika Blasczyk mit gerade mal 18 Jahren die erste Frau, die bei einem Deutschen Derby reiten durfte. Auf Varanes, der von ihrem Vater Hans Blasczyk trainiert wurde, landete sie auf dem 13. Platz. Im Rennsattel war Monika Blasczyk ansonsten hoch erfolgreich und wurde sechsmal Championesse (1978, 1979, 1980, 1982, 1987 und 1990), inzwischen arbeitet sie als Galopper-Trainerin in Verl.  

Stefanie Hofer, die zweite Frau im Derby, mit Rennstall Darbovens Mi Senor, auf dem Weg zum Start. Copyright: galoppfoto.de

32 Jahre nach Monika Blasczyk ist Stefanie Hofer 2011 die 2. Frau, die bei einem Derby in den Sattel steigt. Nachdem die Krefelderin im Jahr zuvor durch einen Sturz um den sicheren Derbyritt gebracht wurde, bekam sie beim  IDEE 142. Deutschen Derby das Engagement auf dem Pferd des Derby-Sponsors und HRC-Vizepräsidenten Albert Darboven, Mi Senor, mit dem sie auf dem 12. Platz landete. 2016 dann mit Eva-Maria Zwingelstein Rennreiterin Nummer 3, die sich im Derby in den Sattel schwingen darf. Die zukünftige Frau Geisler steuert Rosenhill auf den 13. Platz. Das nächste Mal werden wir an dieser Stelle berichten, wenn die erste Frau auch ein Derby gewinnen konnte!

Der überlegenste Derbysieger der neueren Derbygeschichte:  Der von Markus Klug trainierte Görlsdorfer Sea the Moon, der mit Christophe Soumillon  im IDEE 145. Deutsche Derby mit 11 Längen hochüberlegen voraus war. www.galoppfoto.de - Frank Sorge

Überlegenste Derby-Sieger

1981 siegte Gestüt Zoppenbroichs Orofino unter Jockey Peter Alafi mit zwölfdreiviertel Längen Vorsprung - lange Zeit galt der Dschingis Khan-Sohn somit als überlegenster Sieger, allerdings zeigt der genauere Blick, daß 1871 Bauernfänger laut Richterspruch "Leicht mit 20 Längen gegen Dietrich gewonnen" hat. Ebenfalls souverän war 2015 Sea The Moon mit elf Längen, genauso wie 1940 Schwarzgold, die überlegen mit zehn Längen gewann. Auch Adlerflug 2007 und Surumu 1977 waren mit sieben Längen Vorsprung der Konkurrenz weit enteilt. 

1999 - Belenus gewinnt für das Turf-Syndikat in Rekordzeit. Copyright: galoppfoto.de

Schnellste Derby-Zeit

Für die 2.400-Meter-Distanz: benötigte Belenus unter Kevin Darley im BMW 130. Deutschen Derby nur  2:25,81 Minuten - die schnellste Zeit, in der das Deutsche Derby jemals gelaufen wurde.

Langsamste Derby-Zeit

1927 ist das Deutsche Derby als "Sumpf-Derby" in die Geschichte des Rennsports eingegangen. In tiefstem Morast erreichte der Schlenderhaner Mah Jong mit E. Pretzner im Sattel nach 3:30,2 Minuten das Ziel. Diese Zeit war die schlechteste, die jemals für einen Derby-Sieg gemesssen wurde. Wolkenbruchartiger Regen hatte das Geläuf in einen Morast verwandelt.

Höchste Dotierung im Derby

Das BMW 131. Deutsche Derby am 2. Juli 2000 war mit insgesamt 1.382.200 Mark dotiert. Höchste Dreierwetten-Quote im Derby 1971 auf den Einlauf Lauscher –  Madruzzo – Quisquis 368.228:10. Ein Wetter erhielt 92.057 DM für einen Einsatz von 2,50 DM.  

Höchste Siegquote im Derby

1982 auf Ako 608:10.  

Niedrigste Siegquote im Derby

1905 gab es auf Patience eine Gewinnquote von 10:10.  

Lustige (rechts) gewinnt mit Albert Klimscha das 86. Deutsche Derby. Copyright: galoppfoto.de/Archiv Hilde Hoppe

Stuten-Siege im Derby

1955 siegte Lustige mit Jockey Albert Klimscha im Sattel. Erst 42 Jahre später - 1997 - gewann Borgia vom  Gestüt Ammerland mit Jockey Olivier Peslier. Hier folgt die komplette Liste aller erfolgreichen Pferdedamen im Derby:

  • 1873  Amalie von Edelreich
  • 1875  Palmyra
  • 1879  Künstlerin
  • 1880  Gamiani
  • 1885  Budagyöngye
  • 1905  Patience
  • 1915  Pontresina
  • 1936  Nereide
  • 1940  Schwarzgold
  • 1949  Asterblüte
  • 1955  Lustige
  • 1997  Borgia

Schiaparelli mit Andrasch Starke gewinnt das BMW 137. Deutsche Derby 2006 und ist damit nach Samum der zweite Derbysieger für Mutter Sacarina und das Gestüt Karlshof als Züchter. Copyright: galoppfoto.de

Mütter von Derbysiegern

Fünf Stuten konnten sich bisher damit auszeichnen gleich zwei Derbysiegern das Leben geschenkt zu haben: 

© Dequia Media

Und immer geht es um die Frage: Wer ist die Nummer 1 ? Copyright: galoppfoto.de